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€ 16.00 EUR |
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Der 1946 geborene Kagan verstarb erst 1990, und dennoch scheint er zu den
großen Alten zu zählen, an die man sich erinnern muss. Und dazu trägt nicht nur das Oleg Kagan Musikfest in Wildbad Kreuth
bei, sondern auch die wunderbare Kagan Edition bei Münchener Label Live Classics. Und nun, mit der bereits 34. CD, kommen
Werke und Pianisten zu Gehör, die man sich immer und immer wieder anhören muss und vor allem sollte. Da ist beispielsweise
die wunderbare Aufnahme mit dem Pianisten Edward Auer, mit dem er 1984 beim Kuhmo Festival in Finnland das selten zu hörende
Schubert-Rondo D 895 einspielte. Etwas feinsinniger hätte man sich das Spiel vielleicht gewünscht, aber so transparent und
voller Enthusiasmus will sich diese Interpretation dann doch in den Kopf eingraben. Besser dann schon die Fantasie für Violine
und Klavier, die Kagan 1988 in Ettlingen mit Vassily Lobanov einspielte. Hier sind es gerade die lyrisch-nachdenklichen Momente,
die die beiden so schwermütig auskosten und luftig dahin hauchen. Ähnlich strahlend und bestechend gelingt den beiden die Fantasie
von Schönberg – wann kann man dieses Werk überhaupt einmal hören… Schumanns Violin-Fantasie spielte er dann 1982 in Moskau mit
Vladimir Skanavi ein. Und hier nun kommt alles zusammen: der richtige Gestus, das gemeinsame tmen, das Unwirsche – ein Schumann,
wie man ihn hören will. Diese Fantasie-CD ist eine Bereicherung für jede Sammlung – nicht nur für Kagan-Fans.
Carsten Dürer, Ensemble 4/2009
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