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  Klassik Heute:  Sehr gut

 

Bach does not need any more praise and Oleg is well taking care of him.

Sviatoslav Richter 6/1980
B. Monsaingeon, Richter, Éditions Van de Velde/Actes Sud/Arte Éditions 1998

 

Kagan's interpretation of the Bach works for Solo Violin constitutes in fact the focal point of his technical and musical abilities. Here, the measure of his virtually seismographical sense of style, his rejection of any kind of self-promotion through virtuosity, his profound and compelling feeling in the Adagio movements reflecting his complete devotion to the music, all of this speaks directly to our hearts.

Süddeutsche Zeitung 12/92

 

He lets the music speak for itself in an fascinating way.

International Classical Record Collection 3/98

 

Oleg Kagan (1947-1990), Studienkollege von Gidon Kremer und Josef Rissin, war musikalisch und technisch ohne jeden Zweifel einer der außergewöhnlichsten Geiger unserer Zeit. Der aus dem Fundus seiner Frau, der Cellistin Natalia Gutman, stammende Konzertmitschnitt (Moskau, 1979) zweier Bachscher Partiten bestätigt diesen Anspruch vollauf. Die motorischen Sätze wirken gespannt, energiegeladen, mit Vehemenz auf Konzentration geformt. Bei den Tanzsätzen vermag er deren gleichsam körperliche Dynamik mit den Abstrahierungsabsichten hin zu "purer" Musik zu vereinen.

Kagans fast durchweg vibratoloser Ton hat nichts mit blutleerem Historisieren gemein; vielmehr nimmt der Interpret das Wagnis auf sich, durch die auf nachte "Träger-Substanz" reduzierte Tongebung musikalische Strukturen hörbar und erlebbar zu machen. Das bedeutet indes keinen Verzicht auf "persönliche Stellungnahme ". Es scheint vielmehr wie der Balanceakt, mit dem Wissen um die Unerreichbarkeit dieser Musik dennoch eine größtmögliche Annäherung zu erreichen.

Kagan muß die Chaconne nicht "groß" spielen, nicht durch Übertreibungen attraktiv machen. Durch zeitliches Dispositionsvermögen und grenzenlos scheinendes spieltechnisches Potential entrollt er sie vor unseren Ohren und verschafft ihr damit zwingende Eigenwirkung. Wenn das beschließende "d" erklingt, stellt sich so etwas wie ein Erlösungseindruck ein.

Wolfgang Wendel
RONDO 5/97